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zwei CDs voll mit geschichten über allzu zwischenmenschliches. über verunglimpfte erste male, hohe ansprüche und die ganz großen gefühle. oft direkt, manchmal dreckig, aber immer hörenswert. von teilweise bekannten stimmen.

und interessant, wie unterschiedlich man sich dem thema annäherte. köstlich, wie heiko wernung günter grass beschuldigt, ihm seine annäherungsversuche ans andere geschlecht vergämt zu haben. wie nils heinrich ungewöhnliche orte sucht und in der küche landet, wie jess jochimsen sich eine nena baut, usw. usf.

kann man gut zwischendurch hören, tut nicht weh und kann auch verschenkt werden.

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ein stadtbekannter vorleser und taxifahrer erzählt in gefühlten hundert kurzgeschichten über das (zusammen- und nebeneinander-) leben in neukölln. dabei stapft er in der tradition bekannter lesebühnenautoren. für das buch braucht man ungefähr eine stunde. ganz stilsicher liest man es in der u8. da fällt es auch nicht auf, wenn man mehrmals laut auflacht, denn das publikum in berlins skurilster linie ist selber schon verrückt genug. und so lesen wir von der kategorisierung des öffentlichen murmelns, vom richtigen rumlungern und der fabelhaften schlorkmaschine. das!ist!witzig! ehrlich jetzt. wobei die geschichten viel zu kurz sind und das buch viel zu schnell ausgelesen. der autor baut jedesmal eine phantasiekulisse auf und dehnt die situationen ins groteske. sowas mögen wir. mehr davon. und ich besuch auch mal wieder neukölln, versprochen.

[xrr rating=7/10]