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Jaja, es ist sehr gut. Sonneborn berichtet über seine Zeit im 8. Europäischen Parlamentes von 2014 bis 2019 (inzw. wurde er wieder gewählt). Absurdes bis tragisches, ernstes bis komisches, es ist eigentlich zum heulen. Da werden Millionen verballert für ein Parlament, weitere Institutionen und dazu einen Wasserkopf an Verwaltung. Im Parlament sitzen die abgeschobenen Politiker der Mitgliedsstaaten und vertreten teilweise absurde Meinungen. Sonneborn steckt den Finger in die Wunde und weidet sich am Versagen. Es ist zum Heulen, dass es einen Satiriker braucht, um kritisch zu informieren. Danke dafür, das Tragische jedoch: Es wird sich nichts ändern.

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Somuncu liest Sonneborn. Man kann über letzteren denken, was man will. Er ist ein wahrer Anarchist, ein Demagoge des Wortes und er versteht es wie kein zweiter, der Gesellschaft (und hier dem Politikbetrieb) den Spiegel vorzuhalten und Meinungen zu hinterfragen. Seine Parteigründung und die medienwirksamen Aktionen sind denn auch kein Spaß, sondern bitterer Ernst, überzogen, lächerlich, dreist – die Reaktionen (die hier in Form von Pressezitaten auftauchen) sind der eigentliche Skandal. Weil wir nicht hinterfragen, sondern taub alles glauben, was uns vorgesetzt wird. So gerieten der Auslandseinsatz in Georgien zu einer Groteske, die Wahlkämpfe auf Landesebene, der Parteitag zu lächerlichen Veranstaltungen, wenn denn nicht die Reaktionen darauf so ernst wären. Das Lachen bleibt einem im Hals stecken, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Der Humor ist sicher gewöhnungsbedürftig und anstrengend, aber er lohnt.

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