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Ingo Schulze: Neue Leben

wie schon beim zimmerspringbrunnen von jens sparschuh geht es hier um die ostdeutsche seele vor und nach dem mauerfall. in unzähligen briefen an freund, schwester und angebetete beschreibt der fiktive enrico türmer sein leben, seine ängste, sehnsüchte und gedanken. abgedruckt wird nur seine sicht der dinge, die antworten auf seine briefe müssen wir uns selbst zusammen reimen. dazwischen immer wieder kommentare vom herausgeber schulze, der die wahrheit ans tageslicht zerrt oder türmer der falschaussage überführt.

geschickt konstruiert, wenn nur das thema und die beschreibungen nicht so langatmig und ausufernd wären. vielleicht bin ich auch zu jung oder zu unsensibel für solcherart literatur. der tagesspiegel sieht weltliteratur gar:

Man muss sich Enrico Türmer in einer Espresso-Bar an der Piazza Navona vorstellen, seine geliebte Faustina-Nicoletta unterm Arm. Hinter der Bar steht plaudernd Mephisto, die wohlmeinende Macht, die im „Faust II“ einst den Kapitalismus erfand. Heute ist der Teufel ein Barmann. Ein Barrista eben.

naja.

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