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Beeindruckendes Buch über einen Endzwanziger kurz nach 9/11. Das verwöhnte weiße Scheidungskind aus der Mittelschicht hat seine Sinnkrise, experimentiert mit Drogen, verliert seinen Job und findet Liebe und Sinn auf einer Reise nach Lateinamerika. Was wie eine blöde Schnulze klingt, ist in Wahrheit ein Schatz, reich an Kritik an Gesellschaft, Globalisierung usw. Kunkel versteckt politische Forderung nach mehr Partizipation, Teilhabe und Rücksicht in einen Entwicklungsroman. Flott und amüsant geschrieben, man atmet die Buchseiten nur so ein.

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kunkel

Das Buch erinnert an Robert Misiks Genial dagegen, geht aber noch tiefer und ist theoretischer. Ein neues Wort gelernt: Finanzialisierung (engl: financialisation), also die zunehmende Herrschaft annonymer Investoren und Ratingagenturen über die Realwirtschaft. Im Detail werden folgende Autoren und ihre Werke besprochen:

  • David Harvey
  • Fredric Jameson
  • Robert Brenner
  • David Graeber
  • Slavoj Žižek
  • Thomas Piketty
  • Boris Groys

Kunkel kritisiert und findet Bemerkenswertes, zeigt Defizite auf. Alles sehr überlegt. Und er bringt den Marxismus zurück in die Diskussion. Die längst tot geglaubten Theorien, aber was bleibt einem übrig in Zeiten des Neoliberalismus und entfremdeten Kapitalmärkten? Nur zögerlich werden Alternativen aufgezeigt, fertige Lösungen gibt es nicht.