trackser

ach, guck mal. 2011 hatte ich schon mal über tracker geschrieben. seitdem ist es nicht besser geworden:

2016-10-06_17h34_08

zum zählen und natürlich zum vermeiden der tracker benutze ich immernoch ghostery im firefox, die allerdings auch quatsch mit meinen daten machen. auch, weil in der vergangenheit adblocker durch dubiose geschäftsmodelle aufgefallen sind.

am ende muss man als nutzer zwischen einer komfortablen lösung (alles zulassen) und einer sehr eingeschränkten wählen (z.B. NoScript).

oder man lässt den browser aus, oder benutzt nur noch tor oder wechselt den browser. oder löscht seine cookies. oder wird paranoid.

kritik der technologiekritik

in sichtweite des ehemaligen Kaufhaus Jonaß, in dem jetzt der dekadente privatclub soho mit fitnesscenter und glamour und pipapopo ist, befindet sich die ladengalerie der linken tageszeitung junge welt. das ist ziemlich witzig, gestern waren wir da als werner seppmann sein neues buch kritik des computers vorstellte, untertitel: Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen.

Sony D6603 (4.6mm, f/2, 1/20 sec, ISO800)

seppmann hält nicht viel von computern und dem internet. seine kritik richtet sich weniger gegen technik, vielmehr gegen die auswirkungen. seine these, dass die zunehmende automatisierung und comuputeriesierung unseres berufslebens und alltags uns stärker in die kapitalistische gesellschaftsordnung zwängt, ist nachvollziehbar und durchaus interessant.

wenn man jedoch die Standardsituationen der Technologiekritik (2009) von Kathrin Passig anlegt, so bleibt seppmann an der oberfläche und kritisiert computer und technolgie, so wie seit jahrhunderten technologie kritisiert wird: ängstlich, wütend und leider uninformiert. Joseph Weizenbaum, Manfred Spitzer und Nicholas Carr liefern die stichwörter. es ist zwar amüsant, wenn niemand mehr karten lesen kann, weil alle nur navis benutzen. oder keiner sich mehr im cafè anschaut, nur noch auf diplays glotzt. wenn amazon heerscharen von billiglöhnern beschäftigt, weil alle nur online shoppen und keiner mehr lokal kauft. das wissen wir alles und es wird uns seit mindestens zehn jahren erzählt. natürlich wird auch das argument des arbeitsplatzwegfalls durch roboterisierung ins feld geführt. und der aufstieg von rechtspopulisten durch soziale medien erwähnt. und natürlich der verlust von privatsphäre und zunehmende überwachung.

bei all’ dem gegrantel bleiben die chancen des netzes unberücksichtigt: dezentrale kommunikation, zugriff auf informationen, austausch und organisation ohne nationale oder räumliche beschränkungen. dass diese chancen nicht genutzt werden und die user sich lieber auf facebook tümmeln, das liegt vielmehr am menschsein als an der technologie. bequemlichkeit siegt meist. und hier verpasst der autor den bogen zum marxismus zu spannen, den er vertritt. er steckt in seiner abneigung und ablehnung fest, verneint das neue generell.

die frage ist letztendlich, wie können wir computer und netze für uns nutzen, um ein besseres leben für alle zu organisieren. wie können wir es schaffen, menschen nahe zu bringen, dass sie mehr im netz machen können als katzenbilder und online casinos?

goodbye #evernote, hello #simplenote

lange war ich fan von evernote, habe da alles mögliche abgelegt. problem war immer, dass der windows client viel zu träge war. oft reingeschaut habe ich da nicht mehr und wenn, dann musste erst mal ein update gemacht werden. das nervt. und genutzt habe ich vielleicht 10% der angebotetenen optionen.

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jetzt bin ich glücklich mit simplenote, da gibts auch eine app.

als mich mein telefon in die bredouille bringen wollte

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der erklärbär sagt: unten das blaue wort ist ein automatischer vorschlag, was ich meinen könnte, dabei wollte ich was ganz anderes schreiben.

manchmal habe ich das gefühl, dass mich mein telefon absichtlich falsch versteht und mich somit in prekäre situation bringen will. aber nicht mit mir, ich habe ausgeschlafen!

Bleiben die Halbleiter Stiefkind?

So richtig eine Antwort fällt mir da jetzt nicht ein, als Trost kann ich aber ein paar schlechte Scans aus Jugend und Technik vom Oktober 1962 anbieten. Futurismus trifft sozialistische Ideologie. Oder so.

Stiftung Pixeltest. Heute: zweitbilligster eBook-Reader der Welt

Nachdem der letzte zu klein war, nun für ein paar Euros mehr eine 7 Zoll Variante:

Archos 70 eReader
Archos 70 eReader, Quelle: archos.com

woanders kommt man zum schluss:

Inutile de tourner des heures autour du pot : si ce 70 eReader est loin d’aligner le sans faute, et notamment à cause de son écran un peu avare en terme de contraste, ne lui permettant pas de s’afficher dans le haut du panier aussi bien en terme de lecture d’eBooks que de vidéos, il n’en reste pas moins qu’il offre un rapport qualité/prix des plus intéressants, puisque vous pourrez (en cherchant un minimum) le dénicher pour 80€ sur la toile.

Und dem kann ich mich nur anschließen: Die Verarbeitung ist mittelmäßig, er kann nur Bücher, Musik und Videos, kein Internet, keine Apps, kein Wifi, kein nichts anderes. Aber das ist auch ein Vorteil. Man wird nicht abgelenkt und liest nur. Mit einem anderen Gerät würde man wahrscheinlich spielen, Mails lesen und Internet surfen. Nicht so hier. Gut, das Display ist auch LCD, dafür ausreichend scharf und hell. Er lädt sowohl ePubs als auch PDFs in einer akzeptabler Geschwindigkeit – Kindle & Co. sind da meines Wissens auch nicht schneller.

Er ist leicht, der Akku hält gut durch (angeblich 10 Stunden, ausprobiert habe ich das noch nicht) und liegt gut in der Hand. So groß wie ein größeres Taschenbuch, jedoch dünner. Und 2 GB reichen für so einige Bücher. Und er beherrscht auch Adobes DRM, so dass ich mir nun elektronische Bücher ausleihen kann