neues aus der roiberhöhle http://pixelroiber.de/blog das richtige blog fürs falsche leben Fri, 21 Apr 2017 08:17:51 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.4 Zy·nis·mus http://pixelroiber.de/blog/17188 Fri, 21 Apr 2017 06:59:20 +0000 http://pixelroiber.de/blog/?p=17188

“Nach Angaben der Ermittler habe der Tatverdächtige 15.000 Verkaufsoptionen (Put-Optionen) auf die Aktie von Borussia Dortmund gekauft. Er wollte nach Erkenntnissen der Ermittler durch den Anschlag einen Kurssturz der BVB-Aktie erzwingen und mit den Verkaufsoptionen, die bei sinkenden Aktienkursen stark ansteigen, ein Vermögen verdienen.[1] Die Optionen soll W. über einen Verbraucherkredit finanziert haben.” (wikipedia)

und:

“Bei einem massiven Verfall der Aktie hätte der Gewinn ein Vielfaches des Einsatzes betragen. Mit einem erheblichen Kursverfall wäre zu rechnen gewesen, wenn in Folge des Anschlags Spieler schwer verletzt oder gar getötet worden wären.” (RT)

der kapitalismus überholt sich selbst. der tüp tat im kleinen, was im großen tagtäglich passiert. nun sollte ich einen sprengstoffanschlag mit billigender inkaufnahme von toten und verletzten nicht gleichsetzen mit übernahmen, hedgefonds, Paul Singer und automatisiertem handel, um nur ein paar stichworte zu nennen. aber die motivation des tatverdächtigen folgt der maxime der kapitalistischen profitmaximierung. also alles richtig gemacht?

tut mir leid, ich kann beim schreiben dieser zeilen nur noch zynisch sein und vermisse empathie. wahrscheinlich wird kein großer diskurs folgen in den nächsten tagen über die rolle des kapitals in unserere gesellschaft, obwohl wir den dringend bräuchten.

ps: wozu können eigentlich aktien eines fußballvereins gehandelt werden, was hat das für einen gesellschaftlichen mehrwert?

pss: konnte er gewinne realisieren?

[UPDATE:] “Die Hoffnung des mutmaßlichen Attentäters auf einen drastischen Kursverfall der BVB-Aktie erfüllte sich nicht. Das Wertpapier stieg am 12. April, dem Tag nach dem Anschlag, von 5,61 Euro auf 5,71 Euro. Bis zu diesem Donnerstag bröckelte der Kurs lediglich auf 5,36 Euro ab.” (tsp)

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alles wie immer anders #1 http://pixelroiber.de/blog/17186 Wed, 19 Apr 2017 22:50:00 +0000 http://pixelroiber.de/blog/?p=17186 Schlecht gelaunt löffelte und kaute Frau Brettschneider an ihrem Müsli, starrte dabei auf ihren Bildschirm, legte den Löffel in die Schale und schob ihre Maus herum, klickte hier und da, löffelte wieder, kaute. Es war ein verregnter Tag im frühen November, den ganzen Vormittag schon hatte sie schlechte Laune. Das Müsli war zu bitter, der Joghurt nicht mehr ganz frisch und die verschrumpelten Apfelstückchen machten alles nur noch schlimmer. Wieder Mausbewegungen, Klicken. Ihr gegenüber saß Herr Müller, wie jeden Tag ärgerte er sich über ihre Essgeräusche. Er hasste das, konnte sich nicht konzentrieren, ihr schmatzendes Kauen machte ihn aggresiv. Er starrte auf seine Tabellen, es verschwamm alles vor seinen Augen, an Arbeiten war gerade nicht zu denken. In diesen Situationen malte er sich aus, wie er über den Schreibtisch springt und sie in einem Anflug roher Gewalt zum Schweigen bringt. Es würde ganz schnell gehen, vielleicht mit der Schere, die auf seinem Schreibtisch liegt. Eine einzige Bewegung und ratsch. Dann Schreie, Blut, hereinstürzende Kollegen, das ganze Programm. Aber vielleicht hätte er dann seine Ruhe. Unmerklich schüttelte er sich, verwarf den Gedanken und versuchte sich erneut zu konzentrieren. Schmatzen, Klicken. Löffel trifft Schale. Seufzen, Ausatmen. Frau Brettschneider schob sich mit ihrem rollenden Bürostuhl geräuschvoll vom Schreibtisch weg, stand auf und brachte die Schale mitsamt Löffel in die Küche. Kurze Ruhe, Ausatmen. In der Küche stand Meyer beim Kaffeeautomaten, wartete auf seinen Nachschub an Koffein, man grüßte sich. Er hatte wieder diesen Blick und neue Widrigkeiten aus seinen Projekten mitzuteilen, sie ahnte es, es war immer das Gleiche. Er hob an, wollte sie in ein Gespräch verwickeln, ihr vielleicht neue Aufgaben zuschieben, die er eigentlich schon letzte Woche hätte gelöst haben sollen. Sie hatte einen guten Draht zum Chef. Das nutzte er regelmäßig aus. Stumm lud sie ihre Schale in den Spüler, vermied Blickkontakt und glaubte sich bereits aus der Küche, als er anhob und vorschlug, das neue Projekt Herrn Müller verantworten zu lassen. Nun konnte sie nicht anders, hielt in ihren Bewegungen inne und sah ihn fragend an. Alle waren davon ausgegangen, das neue Projekt würde er, Meyer, sich an Land ziehen und dann die Aufgaben verteilen. Aber die Verantwortung abzugeben, das passte nun gar nicht zu Meyer. Frau Brettschneider fielen nun vor Schreck auch keine Gegenargumente ein, so verwirrt war sie, stimmte zu, das dem Chef vorzuschlagen und kehrte grübelnd zu ihrem Platz zurück.

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Follow Victor to the sacred place http://pixelroiber.de/blog/17176 Tue, 18 Apr 2017 22:47:12 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17176 Follow Victor to the sacred place

Photo taken at: Rawicz

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#eskalation http://pixelroiber.de/blog/17166 Sun, 16 Apr 2017 14:55:09 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17166

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#wired http://pixelroiber.de/blog/17160 Thu, 13 Apr 2017 21:36:36 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17160

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as you’re staring at the sun http://pixelroiber.de/blog/17163 Thu, 13 Apr 2017 15:48:16 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17163

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#tropikana http://pixelroiber.de/blog/17157 Thu, 13 Apr 2017 09:35:56 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17157

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armchair face http://pixelroiber.de/blog/17154 Tue, 11 Apr 2017 21:09:58 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17154

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#zischograph http://pixelroiber.de/blog/17151 Sat, 08 Apr 2017 18:06:48 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17151

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#birds http://pixelroiber.de/blog/17145 Thu, 06 Apr 2017 21:58:56 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17145

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#rammstein http://pixelroiber.de/blog/17142 Sun, 02 Apr 2017 16:28:06 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17142

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womöglich ist es jetzt soweit, dass extraterestrisches leben uns vernichten sollte http://pixelroiber.de/blog/17139 Fri, 31 Mar 2017 21:16:42 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17139

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pankreich, kurz notiert #1 http://pixelroiber.de/blog/17119 Tue, 28 Mar 2017 07:44:23 +0000 http://pixelroiber.de/blog/?p=17119 1996 verlegte der aufzughersteller OTIS seinen berliner standort von der mühlenstraße in pankow ins westfälische hallenberg. wegen rückläufigen geschäfts1 und der lohnkosten, wie ein zeitungsartikel vom 04.07.96 berichtet. offenbar waren vor zwanzig jahren die lohnkosten in berlin höher als in westfalen. 220 mitarbeiter waren betroffen. auf dem gelände ist seit jahren ein autohändler mit werkstatt.


  1. die umsätze fuhren also mit dem lift nach unten, höhö
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im übrigen ist das dosentelefon im @mfk_berlin noch immer kaputt. http://pixelroiber.de/blog/17116 Mon, 27 Mar 2017 19:36:52 +0000 http://pixelroiber.de/blog/17116

Photo taken at: Museum für Kommunikation Berlin

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geschichten aus einer viel zu großen stadt pt. 29 http://pixelroiber.de/blog/17111 Mon, 27 Mar 2017 12:12:24 +0000 http://pixelroiber.de/blog/?p=17111 heute morgen haben pöse roiber eine 100kg schwere goldmünze aus dem bodemuseum gestohlen, mit 53 cm durchmesser so groß wie eine ordentliche pizza und 3-4 Mio Euro wert. dabei ist doch montag immer ruhetag in den berliner museen. mit einer leiter sollen sie eingebrochen sein, die leiter haben sie dann in die nahen s-bahn-gleise geworfen, was wiederum für mehrstündige unterbrechung des verkehrs führte.

stellen wir uns kurz amüsiert vor, wie die räuber die münze zum nahen starbucks rollen, um dort einen kaffee zu bestellen, viel wechselgeld bekommen sie bei den preisen dann jedoch nicht raus.

vielleicht war es aber auch der schlechte verlierer von gestern abend?

Der Mann hatte gegen 20 Uhr beim Roulette eine vierstellige Summe Bargeld auf „schwarz“ platziert. Als die Kugel stattdessen bei „rot“ liegen blieb, nahm der Spieler sich seinen Einsatz vom Tisch und flüchtete in Richtung Ausgang.

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