akku tauschen im Sony Xperia Z3

das sony xperia z3 ist mein treuer freund seit dezember 2014. sehr pfleglich bin ich nicht mit ihm umgegangen

Sony D6603 (4.6mm, f/2, 1/32 sec, ISO160)

irgendwann ging das ding immer aus, da fiel der akkustand regelmäßig rapide auf null, obwohl kurz vorher noch 20-40% angezeigt wurden. also akku bestellt und ausgetauscht, blöd nur, dass der akku fest verbaut ist. die hintere glasabdeckung vorsichtig aufgehebelt und gegen guten kleber gekämpft.

Canon EOS 400D DIGITAL (34mm, f/0, 0 sec, ISO0)

den akkutausch hat das telefon gar nicht gecheckt und machte in der statistik einfach fröhlich weiter:

die weißen balken sind die zeiten, in denen das telefon aus war, hat so 30 minuten gedauert. und dann noch ein paar tage, bis die akkuanzeige einigermaßen funktionierte.

von telefonen mit fest verbauten akkus rate ich trotzdem ab, zu viel streß.

kritik der technologiekritik

in sichtweite des ehemaligen Kaufhaus Jonaß, in dem jetzt der dekadente privatclub soho mit fitnesscenter und glamour und pipapopo ist, befindet sich die ladengalerie der linken tageszeitung junge welt. das ist ziemlich witzig, gestern waren wir da als werner seppmann sein neues buch kritik des computers vorstellte, untertitel: Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen.

Sony D6603 (4.6mm, f/2, 1/20 sec, ISO800)

seppmann hält nicht viel von computern und dem internet. seine kritik richtet sich weniger gegen technik, vielmehr gegen die auswirkungen. seine these, dass die zunehmende automatisierung und comuputeriesierung unseres berufslebens und alltags uns stärker in die kapitalistische gesellschaftsordnung zwängt, ist nachvollziehbar und durchaus interessant.

wenn man jedoch die Standardsituationen der Technologiekritik (2009) von Kathrin Passig anlegt, so bleibt seppmann an der oberfläche und kritisiert computer und technolgie, so wie seit jahrhunderten technologie kritisiert wird: ängstlich, wütend und leider uninformiert. Joseph Weizenbaum, Manfred Spitzer und Nicholas Carr liefern die stichwörter. es ist zwar amüsant, wenn niemand mehr karten lesen kann, weil alle nur navis benutzen. oder keiner sich mehr im cafè anschaut, nur noch auf diplays glotzt. wenn amazon heerscharen von billiglöhnern beschäftigt, weil alle nur online shoppen und keiner mehr lokal kauft. das wissen wir alles und es wird uns seit mindestens zehn jahren erzählt. natürlich wird auch das argument des arbeitsplatzwegfalls durch roboterisierung ins feld geführt. und der aufstieg von rechtspopulisten durch soziale medien erwähnt. und natürlich der verlust von privatsphäre und zunehmende überwachung.

bei all’ dem gegrantel bleiben die chancen des netzes unberücksichtigt: dezentrale kommunikation, zugriff auf informationen, austausch und organisation ohne nationale oder räumliche beschränkungen. dass diese chancen nicht genutzt werden und die user sich lieber auf facebook tümmeln, das liegt vielmehr am menschsein als an der technologie. bequemlichkeit siegt meist. und hier verpasst der autor den bogen zum marxismus zu spannen, den er vertritt. er steckt in seiner abneigung und ablehnung fest, verneint das neue generell.

die frage ist letztendlich, wie können wir computer und netze für uns nutzen, um ein besseres leben für alle zu organisieren. wie können wir es schaffen, menschen nahe zu bringen, dass sie mehr im netz machen können als katzenbilder und online casinos?

Linktipp: Die Schreibmaschinisten

weil die ein von wir sind helden nach einer schreibmaschine mit @ fragte, bin ich auf das blog Die Schreibmaschinisten gestoßen. da gibts einiges zu entdecken:

USB-Typewriter – die digitale Schreibmaschine eine uralte schreibmaschine bekommt eine schnittstelle zum PC nachgerüstet

Die selbstschreibende Schreibmaschine – KI in einer schreibmaschine

dazu viele artikel über die schreibmaschine in musik und literatur. wirklich sehr schön, vielen dank dafür!

calliope

meine versuche mit der nicht mehr ganz so kleinen roibertochter (8) in grundzügen programmieren zu lernen, führten bisher über scratch und einem raspi-starterset. alles noch zu abstrakt und die motivation war schnell weg, auch bei mir.

auf startnext gibt es ein interessantes projekt, auf das ich gern hinweise: calliope.

Aus den Kommentaren:

Als wir in die Grundschule gegangen sind, hat uns der dort ansässige Pädagoge gleich mal folgende Dinge um die Ohren gehauen:

Erstens: Löten geht gar nicht in der Grundschule, 400°C heiße Lötkolben könnten die Kinder vielleicht ja tatsächlich noch handlen, wenn sie gut aufpassen – aber kein*e Lehrer*in der Welt würde dafür die Verantwortung übernehmen.

Zweitens: Kinderhände in der dritten Klasse sind feinmotorisch nur in den wenigsten Fällen so weit entwickelt, dass sie problemlos kleinteilige Kabel an kleinteilige Pins anstecken können. Daher war eine Anforderung: Die Pins müssen sehr groß sein und sehr weit auseinander liegen. Daher hat Calliope die Sternform, damit man einfach breites Kupferklebeband drankleben kann, ohne gleich einen Kurzschluss zu verursachen.

Drittens: Um ein Arduino zu programmieren, braucht es idR eine Coding-Umgebung und das Flashen der Boards ist vergleichsweise kompliziert (zumindest bei den Boards, die ich kennengelernt habe). Calliope lässt sich über Editoren programmieren, die im Browser laufen, es wird eine HEX-Datei heruntergeladen und einfach auf der Calliope abgelegt, als sei sie ein USB-Laufwerk – einmal Reset drücken, danach ist sie programmiert. Das kann der Code Bug, wenn ich mich recht erinnere, zwar auch, aber der ist nun wieder ziemlich mager bestückt. Calliope hat einen Lagesensor, eine Farb-LED und einen Piezo-Lautsprecher an Bord, Calliope ist motor-ready, um mit wenig Aufwand preisgünstige Standard-Motoren gleich anschließen und programmieren zu können.

Es ging uns nicht darum, auf Teufel komm raus eine neue Platine zu bauen, vielmehr haben die uns bekannten Platinen in Detail die Anforderungen für den Einsatz in der Grundschule nicht erfüllt.

Die gesamte Hardware haben wir dabei von vornherein als Open Source konzipiert, die Dokumentation ist in Arbeit. Strenggenommen seht Ihr dieser Tage lauter Vorserienmodelle, die für den IT-Gipfel gebaut wurden, die nächste Version, die dann auch in Großserie gehen wird, wird noch einige Verbesserungen und Erweiterungen bekommen. Und die wird dann auch offen dokumentiert sein.

Was Cornelsen angeht: Wir sind das erste Projekt, für das jemals ein Schulbuchverlag Material unter CC Lizenz erstellt hat und es wird nicht bei dem kleinen Booklet bleiben, das für den IT-Gipfel erstellt wurde.

Wir sind ein Projekt, kein Produkt. Vieles ist noch in Arbeit, weil wir gerade nicht mit einer Friss-oder-Stirb-Haltung in die Schulen gehen wollten. Didaktische Konzepte werden gerade in enger Zusammenarbeit mit dem LPM in Saarbrücken weiter ausgearbeitet, wir werden eine Community Plattform launchen, auf der sich Lehrer*innen und Schüler*innen austauschen und ihre Codes teilen können. Wir wissen es nämlich gerade nicht besser als die Pädagog*innen, sondern wir sammeln deren Expertise ein. Panta rhei!

Maxim Loick

goodbye #evernote, hello #simplenote

lange war ich fan von evernote, habe da alles mögliche abgelegt. problem war immer, dass der windows client viel zu träge war. oft reingeschaut habe ich da nicht mehr und wenn, dann musste erst mal ein update gemacht werden. das nervt. und genutzt habe ich vielleicht 10% der angebotetenen optionen.

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jetzt bin ich glücklich mit simplenote, da gibts auch eine app.

goodbye #feedly, hello #selfoss

i’ve just deleted my feedly account because it was never that piece of software what google reader was. feedly is too lazy, too fat and i missed features over years. especially the search – there is no searching of feed entries.

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now i run my own service on my own site based on the wunderful selfoss. there is also an app for android and ios!

hopefully in future i’m more focused on content instead of waiting for web services…

sms von vodafone

  • juli 2012:
  • Surfen Sie in Polen für 2 Euro im Internet! Buchen Sie ein Vodafone ReisePaket Data 24 Stunden inkl. 25 MB und gehen Sie bei voller Kostenkontrolle ins Internet. Antworten Sie einfach per kostenloser SMS an die 70127 mit dem Wort “Tag” und warten Sie auf die Bestätigungs-SMS. Für ein ReisePaket Data 7 Tage (5 Euro/50 MB) antworten Sie mit “Woche”. Um in den Tarif World Data zu wechseln und für 83,3 Cent/MB zu surfen, senden Sie “World”. Die Buchung eines ReisePaket Data ist in diesem Tarif jedoch nicht möglich. Ihr Vodafone-Team.

  • mai 2015:
  • Surfen Sie in Polen für 2,99 Euro im Internet! Buchen Sie ein Vodafone ReisePaket Data 24 Stunden inkl. 50 MB und gehen Sie bei voller Kostenkontrolle ins Internet. Antworten Sie einfach per kostenloser SMS an die 70127 mit dem Wort “Tag” und warten Sie auf die Bestätigungs-SMS. Für ein ReisePaket Data 7 Tage (9,99 Euro/100 MB) antworten Sie mit “Woche”. Freundliche Grüße, Ihr Vodafone-Team.

    Spaß mit dem Abus Catena 685/75

    Ein Fahrradschloss ist praktisch, solange man nicht beide Schlüssel verliert. Dann wird das mit dem Aufschließen etwas schwierig. Wir hatten das Fahrrad im Hinterhof im Kindergarten und einige Väter und Erzieher haben sich mit diversen Geräten versucht. Die hohe Kunst des Lockpickings beherrschte dabei keiner. Nun ist es vollbracht; mit einer kleinen Metallsäge kann das sonst massiv wirkende Schloss in ca. 20 Minuten geknackt werden. Und so gehts:

    • Plastikummantelung komplett entfernen.
    • schwächstes Glied der Kette finden und den kleinen Bolzen durchsägen

    20140622_171648

    SAMSUNG GT-I9305 (3.7mm, f/2.6, 1/50 sec, ISO64)

    Bemerkenswert ist, dass einige Leute an mir vorbei gegangen sind, ohne auf meine Aktion zu achten. Ein Fahrrad sollte man also eher am helllichten Tag klauen, auch wenns das eigene ist.

    als mich mein telefon in die bredouille bringen wollte

    Screenshot_2014-05-07-17-03-54
    der erklärbär sagt: unten das blaue wort ist ein automatischer vorschlag, was ich meinen könnte, dabei wollte ich was ganz anderes schreiben.

    manchmal habe ich das gefühl, dass mich mein telefon absichtlich falsch versteht und mich somit in prekäre situation bringen will. aber nicht mit mir, ich habe ausgeschlafen!

    der lange marsch zur privaten sphäre. oder: wie man wordpress das schnüffeln abgewöhnt

    alle geschichte, auch die geschichte der privatsphäre im internet führt zwangsläufig zum klassenkampf. da hat jeder seinen eigenen ansatz. während edward snowden die größten hoden bewieß1, beschäftigten wir uns alle mehr oder weniger mit der privatisierung der privatsphäre. das reicht von empörten facebook-postings, milden petitionen bis hin zu verschlüsselungen der gesamten kommunikation2.

    im folgenden geht es um wordpress 3.8, das traditionell sehr viel unerwünscht kommuniziert. hier mal eine kleine sammlung gegen die sammelwut:

    • das plugin Import External Images holt die bilder heim ins reich ich habe sehr viel (eigene) flickrbilder eingebunden. jeder seitenaufruf holt die bilder vom flickr/yahoo-server. das ist doof, weil dann flickr/yahoo auch die IP des benutzers hat. das plugin importiert die bilder auf den eigenen server und trennt die verbindung zu flickr/yahoo. dauert allerdings.
    • das plugin Remove IP vernichtet die IP des kommentators
    • dieser codeschnipsel dient zum entfernen von Website- und Email-Informationen der Kommentatoren
    • das Plugin WP DoNotTrack stoppt unerwünschten tracking code, der in plugins oder themes ganz unschuldig daherkommt.
    • der codeschnipsel entfernt das unerwünschte einbinden von google webfonts, eine unart, die verboten werden sollte. UPDATE: eleganter geht das mit dem Plugin Disable Google Fonts (via)
    • dieser codeschnipsel schaltet die oEmbed-Funktion ab. youtube videos erscheinen nun nur noch als link, da kann man sich das video auf youtube angucken. ein bisschen mehr mühe, dafür habe ich dann keine klagen am hals und die seite performt besser.
    • in den server-logfiles werden die zugriffe nur anonymisiert gespeichert, d.h. ohne IP-adresse. darüber hinaus bin ich eh’ zu faul zum auswerten der logs.

    und sonst so? ich gehe derzeit die beiträge durch, entferne ein paar bilder und dedupliziere. frühjahrsputz quasi.


    1. siehe auch []
    2. lasst uns esperanto lernen, da haben wir auf jeden fall vorsprung vor der NSA []