Posts filed under “literatur”
Jean Marc Ligny:
AQUA tm (Hörbuch)
was für ein schwachsinn: die welt ist in der hand pöser konzerne, die gesellschaft ist gespalten in arm und reich und die natur ist extrem kaputt wehrt sich mit katastrophen. in afrika wird wasser entdeckt und die lokale regierung wird vom konzernchef erpresst. dazu allerlei technikzeugs, das aber tendenziell unsinnig oder von schurken eingesetzt wird. [...]
Steffen Kopetzky:
Grand Tour: oder die Nacht der Großen Complication
Nach 2666 noch so ein dicker Schinken in diesem Jahr, aber hat sich gelohnt. Die Geschichte eines Aushilfsschaffners. Er fährt für die längst verschwundene Wagon-Lits jede Nacht durch Europa und trifft auf die merkwürdigsten Menschen. Nebenbei wird er erwachsen. Parallel wird die Geschichte der Jagd nach der fiktiven Armbanduhr Grand Complication erzählt. Und noch vieles [...]
Ullrich Wegerich:
Berliner Macht
Ein Krimi, der im Wedding spielt? Her damit. Und tatsächlich, die Orte sind authentisch und die Figuren wohnen da, wo wir sie vermuten: Die betuchten Anwälte und Politiker im Prenzlauer Berg, die Verlierer im Wedding und der Kommissar in Charlottenburg. Das sind Klischees, klar. Aber aus eigener Erfahrung wissen wir: Menschen leben gerne in Klischees [...]
Roberto Bolaño:
2666
Drei Monate lang habe ich dieses Buch gelesen. Über 1100 dünne Seiten, hunderte Charaktere, fünf Teile, die lose miteinander in Verbindung stehen. So ein bisschen Gefühl wie bei Infinite Jest, nur nicht ganz so tief. Es geht um Literatur. Am Anfang suchen vier europäische Kritiker einen deutschen Schriftsteller namens Benno von Archimboldi. Neben dieser Suche, [...]
Mike Carey, Peter Gross:
The Unwritten oder das wirkliche Leben: Tom Taylor und die gefälschte Identität
wirklich toll und abgefahrene mischung aus harry potter, dem traurigen leben von christopher robin und einem ziemlich bösen splatter-streifen. fiktionalität durchbricht realität und anders herum. kann man gar nicht beschreiben, lest selbst.
Doris Meißner-Johannknecht:
Engel von Berlin (Hörbuch)
auch toll. zwei jugendliche finden sich selbst und verlieren sich. verirren sich. nicht unbedingt, weil berlin so groß ist, eher weil erwachsen werden nicht so einfach ist. und man es vielleicht nicht immer will. zwei verschiedene milieus, verschiedene ansichten, vorstellungen – und doch! die immerwährende suche nach dem immergleichen. schön konstruiert und erzählt.
Brian Selznick:
Die Entdeckung des Hugo Cabret
das erste buch, das mir die roibertochter empfohlen hat. eine dicke schwarte von über 500 seiten mit hunderten zeichnungen und film-stills. großartig. erzählt wird die geschichte eines jungen in paris der 20er jahre. er lebt im bahnhof, zieht die uhren auf, vater und onkel sind tot. er schraubt an einem automaten und wird irgendwann entdeckt. [...]
Jason Lutes:
Berlin – Bleierne Stadt
So genial wie der erste Teil. Voll mit Details, Anspielungen, Geschichte und Geschichten aus einer turbulenten Zeit. Bin ja eher nicht so der Comic-Fan, aber das ist wirklich empfehlenswert. Bin mir unsicher, ob sich die Story auch als Roman eignen würde, aber gezeichnet ist es toll.
Dave Eggers:
Weit Gegangen
ein tolles buch, das beste von Eggers bisher. die geschichte eines jungen mannes, der als kind mit vielen anderen vertrieben wurde aus seinem heimatdorf, aus seinem land. aufwuchs in flüchtlingslagern und jahre später in die USA migrierte. klug erzählt in einer verschachtelten rahmenhandlung und fesselnd. Lest es!
Jason Lutes:
Berlin – Steinerne Stadt
Tolles Comic über Berlin in den Endzwanzigern mit einem ganzen Blumenstrauß an menschlichen Gefühlen und Schicksalen. Schön detailverliebt gezeichnet und getextet. Macht Lust auf den zweiten Band.
Friedhelm Rathjen:
James Joyce (Monographie)
da es bekanntlich nicht klappt mit der joyce-lektüre, muss ich mich eben von der meta-ebene annähern. interessantes leben hatte er schon, obwohl er ein arschloch war und ziemlich oft krank. diese kleine biographie verschafft einblick und wird auch nicht langweilig. ich glaube, demnächst probiere ich es nochmal mit ulysses…
wikipedia über Tanja Grotter
“Im Jahre 2002 wurde durch Tanja Grotters großen Erfolg eine zweite Harry Potter nachahmende Romanreihe gestartet: Porri Gatter” (wikipedia)
Mark Haddon:
Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone (Hörbuch)
Krimi aus der Sicht eines Jungen mit Asperger-Syndrom, gelesen von Rufus Beck. Ist wohl nicht alles so stimmig, das Krankheitsbild wird nur unzureichend dargestellt, wie nicht wenige Kritiker anmerken. Trotzdem ist es ein spannendes und aufschlussreiches Buch, weil der Protagonist ganz anders denkt und handelt als erwartet. Erinnert ein wenig an Raum von Emma Donoghue.
Ahne, Andreas Krenzke, Lt. Surf, Michael Stein, Robert Weber, Spider, Tobias Herre, Tube:
Die Surfpoeten
Muss man mögen, mögt man. Klasse Auswahl der Texte, dazu Musikempfehlungen, Surfmusik, klar. Und beiliegende CD enthält auch noch gesprochene Texte, da muss man gar nicht erst lesen. Könnte dicker sein, ca. 3000 Seiten, dann wäre es volle Punktzahl.
Ingo Schulze:
Neue Leben
wie schon beim zimmerspringbrunnen von jens sparschuh geht es hier um die ostdeutsche seele vor und nach dem mauerfall. in unzähligen briefen an freund, schwester und angebetete beschreibt der fiktive enrico türmer sein leben, seine ängste, sehnsüchte und gedanken. abgedruckt wird nur seine sicht der dinge, die antworten auf seine briefe müssen wir uns selbst [...]
Jonas Jonasson:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (Hörbuch)
gelesen von Otto Sander. erinnert stellenweise an forrest gump. erzählt wird die roiberpistole um einen hundertjährigen, der mit zuviel geld durch schweden flieht. und parallel erfahren wir seine lebensgeschichte, wie er dramatisch diverse weltgeschichtliche ereignisse beeinflusste und die großen führer des 20. jahrhunderts traf. alles sehr phantastisch. mehr als die geschichten beeindruckt die absolut ruhige [...]
Max Goldt:
Unsere traurige technische Zukunft (Hörbuch)
Sammlung von Texten und Lesungen, vom Autor selbst vorgetragen. Man muss manchmal schon genau hinhören oder zurück spulen, um die filigranen Anspielungen zu bemerken. Manchmal ein bisschen zu verkopft, aber bemerkenswert, wie er seinen Alltag und die Gesellschaft beobachtet und beschreibt.
Illuminatus! vs Atlas Shrugged
illuminatus habe ich immer noch nicht gelesen. atlas shrugged habe ich vor zwei jahren gelesen. (via)