Posts filed under “Kino”
Filmkritik: Ruby Sparks (2012)
was ein schöner, etwas verwirrender film über einen schauspieler, dessen protagonistin plötzlich bei ihm einzieht. teilweise etwas verdreht und unlogisch, aber vielleicht habe ich auch nicht alles verstanden. mit einem wunderbar überdrehten antonio banderas.
Filmkritik: Django Unchained (2012)
toller film. viel blut, noch mehr gewalt und schauspieler, die völlig in ihren rollen aufgehen. keine frage, unbedingt ansehen. aber, das blöde an tarantinos späteren filmen ist, so sehr er auch witz und charme und ironie und meta einbaut, die filme bleiben zu sehr gefangen in ihrem eigenen genre. so war zuviel weltkriegsdrama in Inglourious [...]
Filmkritik: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (2011)
netter aufguss der reanimation von 2009. abgedreht, schnell geschnitten und unglaublich smart. aber irgendwann wirds auch langweilig. die prä-nazis und der pöse professor wirken doch reichlich albern. aber naja. um längen besser ist übrigens die bbc-serie sherlock…
Filmkritik: Rum Diary (2011)
verfilmung eines romans von Hunter S. Thompson. wenig story, aber tolle ausarbeitung der charaktere. kommt an fear and loathing in las vegas natürlich nicht ran, sollte man aber mal gesehen haben. wichtig für die amerikakritiker unter uns: hart formulierte und offene kritik an der amerikanischen politik und dem american way of life.
Filmkritik: Hotel Lux (2011)
toller deutscher film über einen mittelmäßigen schauspieler, der von den nazis verfolgt, in moskau landet und der astrologe von stalin wird. viel charme und witz mit überraschend harter (berechtigter!) kritik an den sowjetischen verhältnissen der dreissiger und vierziger jahre.
Filmkritik: 7 Psychos (2012)
abgefahrenes stück über durchgeknallte typen im stile klassischer gewaltverherrlichung. mit großartigen schauspielern aber dünner story. kann man sich anschauen.
Filmkritik: Cheyenne – This Must Be the Place (2011)
Ziemlich alberner Film über einen alternden und vor allem ehemaligen Rockstar (Robert Smith?), der mit sich selbst nicht zurecht kommt und nach dem Tod seines Vaters einen alten Nazi jagt. Klingt sehr putzig, der Film selbst ist aber toll, voll mit bitterem Humor und Sean Penn spielt super.
Filmkritik: Wo die wilden Kerle wohnen (2009)
Zugegeben, das Kinderbuch von 1963 habe ich erst durch meine Töchter kennen und lieben gelernt. Dieses diente Dave Eggers und Spike Jonze als Vorlage für den Film. Der natürlich großartig ist und um Längen besser als Disney-Schmalz und Barbie-Dreck. Ein Junge ist unglücklich und unverstanden und phantasiert sich in eine eigene Welt, die Welt der [...]
Filmkritik: Drive (2011)
toller film über einen, der doch nur auto fahren will, sich aber in eine mafiöse struktur einparkt und da nur durch rohe gewalt wieder rauskommt. man hätte die schmalzszenen rauslassen können (und die hässliche jacke mit dem skorpion), ansonsten ist er sehr ruhig, stilvoll und spannend.
Filmkritik: Ziemlich beste Freunde (2011)
ziemlich guter film über einen vermögenden, der im rollstuhl sitzt und nun einen neuen betreuer findet, der so ganz und gar keine erfahrung vom job hat, dafür umso mehr vom leben. bisschen wie im märchen. oder wie beim prinz von bel air. aber beruht auf einer wahren geschichte – manchmal ist das leben eben so. [...]
Filmkritik: Der Knochenmann (2009)
die verfilmung des gleichnamigen romans von wolf haas mit josef hader als simon brenner. was will man mehr? grotesk, surreal und mit starrer kamera werden tolle bilder geschaffen, der unvergleichliche hader ist in bestform, nur das österreichisch ist manchmal unverständlich, leider.
Filmkritik: The Ides of March – Tage des Verrats (2011)
ein spannender ausflug in das amerikanische wahlsystem. eine vorwahl muss gewonnen werden, die wahlkampfteams spielen mit allen tricks und am ende wird es eine schmutzige intrige. schön gespielt, reduziert auf das wesentliche und mit bitterem Nachgeschmack: Mit Demokratie hat das nicht mehr viel zu tun. Kann man sich anschauen.
trailer eines films über bekloppte radler
(via)
Filmkritik: Dogville (2003)
fast schon vergessen, mal wieder gesehen und noch begeisterter als beim ersten mal. eine frau (nicole kidman) gerät auf ihrer flucht vor gangstern in ein abgeschiedenes hinterwäldler-dorf und versucht, ein besserer mensch zu werden, indem sie sich verleugnet und vollkommen der bevölkerung hingibt. nach misstrauen, dankbarkeit, schlägt ihr am ende nur noch wut und hass [...]
Filmkritik: Prophezeiung der Maya / Doomsday Prophecy (2011)
der wohl schlechteste film aller zeiten nimmt den diesjährigen geplanten weltuntergang zum anlass, um seine ganz eigene version des verderbens zu erzählen. alle wollen den zauberstab vom bestsellerautor, um in die zukunft zu gucken. eric und brooke machen sich auf den weg in den wald, um den stab den statuen in den kopf zu stecken, [...]
Filmkritik: Verblendung | Män som hatar kvinnor (2009)
ziemlich anstrengender film über ritualmorde im schwedischen outback, die vor jahrzehnten passiert sind. ein schöner journalist wird mit der untersuchung beauftragt und zusammen mit der eigensinnigen hackerin lösen sie den fall. dazwischen vergewaltigung, rache, zerstückelung – nichts für schwache nerven. die verfilmung von Stieg Larssons gleichnamigen roman (den ich nicht gelesen habe) ist ein wenig [...]
Filmkritik: Revolver (2005)
geschichte von einem, der zu lange im gefängnis saß, dort von seinen zellengenossen so eine art überformel für das perfekte verbrechen gelernt hat und diese nun in der freiheit in böse taten umsetzt. erinnert damit ein wenig an stefan zweigs schachnovelle. leider gerät er an die falschen und ordnet sich zwei üblen kredithaien unter, die [...]
Filmkritik: Hangover 2 (2011)
der nachfolger überrascht leider nicht mehr so richtig, einfach eine verlängerung des ersten teils, diesmal in thailand statt in las vegas. aber ansonsten nicht viel neues, gelacht wird trotzdem, zu komisch ist vor allem Zach Galifianakis, die anderen charaktere reichen da bei weitem nicht ran. wikipedia hat noch eine schöne kritik aus der SZ verlinkt: [...]