Archive for "berlin"
zu besuch in siemensstadt
IMG_20120512_175642 pixelroiber.de CC BY-NC IMG_20120512_175634 pixelroiber.de CC BY-NC IMG_20120512_175746 pixelroiber.de CC BY-NC
Gebrüder Grimm-Bashing
Jacob und Wilhelm Grimm Nationalismus vorzuwerfen, ist sicher legitim, aber geschichtswissenschaftlich irgendwie schief. Immerhin war das 19. Jahrhundert ein anderes und außerdem sind sie Jahre vor Gründung des Kaiserreichs gestorben. Auf dem Werbeplakat für eine (sicherlich) mittelmäßige Hollywoodklamotte hätte ganz andere gesellschaftskritische Kritik Platz gefunden als schräger Geschichtsunterricht. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Was macht eigentlich… der Prenzlauer Berg?
Share Deal – gesehen irgendwo in Mitte, Dez. 2011 pixelroiber.de CC BY-NC
berlin von oben
hier hat einer eine kamera auf ein ferngesteuertes fluchzoich gebastelt und die aufnahmen zusammen geklebt, schön anzuschauen: BERLIN from RiSCyD : TeamBlackSheep on Vimeo.
das vorsylvestrige geböllere hier beweist es: der…
das vorsylvestrige geböllere hier beweist es: der wedding ist boom-region.
neues von am fliesentisch
vor einiger zeit schon mal gehabt, das deutsche fliesentischmuseum. aus dieser zeit datieren auch viele thesen, z.B. über die Korrelation zwischen Fliesentischbesitz und dem BMI des Nutzers. oder allgemeiner: je fliesentischiger eine wohnung, desto höher die unterschichtwahrscheinlichkeit resp. der auftritt in einer entsprechenden fernsehsendung. ein alter hut. im wedding trifft man oft auf ausgesetzten sperrmüll, [...]
Geschichten aus einer viel zu großen Stadt pt. 22
auch wenn es noch keine ernstzunehmenden ausschreitungen englischen vorbilds in d gibt (wahrscheinlich sind die rioten alle in london und plündern flachbildfernseher): die polizeipräsenz in berlin hat doch arg zu genommen. am samstag vormittag standen mehrere hunderte schaften an der bösen brücke und hielten die nazis von den gegennazis ab und vice versa. im schillerpark [...]
exploring berlin: russisch-orthodoxer friedhof, tegel
zufällig entdeckt und ausgiebig fotografiert: der Friedhof der Russisch-Orthodoxen Gemeinde Berlin-Tegel, inklusiver kleiner typischer zwiebeltürmiger kirche.
exploring berlin: feuerwehrmuseum, reinickendorf
das feuerwehrmuseum oben in reinickendorf lohnt einen besuch. für drei euro pro erwachsenem ist es auch nicht zu teuer. und liebevoll gestaltet von feuerwehrern, die sich auskennen. besonders realistisch die unfallszenen mit blick fürs noch so kleinste detail. sicher, manches ist auch gähnend langweilig, aber da geht man dann einfach weiter.
achim vom leopoldplatz
tolle seminararbeit von Roman Hagenbrock und anderen an der Beuth: und: Shot on Canon EOS 500D and 50mm f1.8/17-40mm f4 (via)
die begründung eines sommerhits aus dem hüftspeck des deutschen schlagers
(hinweis: die überschrift ist natürlich geklaut) auf wikipedia gibt es eine liste von liedern über berlin, da kann man so manch’ abgründiges finden. wir begeben uns dahin, wo es wehtut. und das solltet ihr auch tun. raus aus eurer subkultur und rein in die gegenkultur des schlagers, denn, obwohl schon vor fünfzig jahren tot geglaubt, [...]
Sommeeerhit ?!
im sommer 2001 zog ich nach berlin und “dickes b” wurde überall rauf und runter gespielt. ob die neue single “molotov” ähnlichen erfolg haben wird? kann man sich wohl kostenlos und hochoffiziell von der band-website laden. (via)
Geschichten aus einer viel zu großen Stadt pt. 21
heute entstieg mitten im soldiner kiez eine mittelalte familie aus dem mittelschichtigen ökomilieu mit kleinen kindern ihrer familiendroschke. so ein kombi, wo der bierkasten UND der kinderwagen reinpasst. auf der heckscheibe prangte “allergiegetesteter innenraum”1 – wahnsinn, was es alles gibt. da kann man praktisch nie krank werden, man muss allerdings sein ganzes leben im auto [...]
Eine Ringbahnfahrt als journalistische Darstellungsform #2
letztens erst war gideon böss auf der ringbahn unterwegs, jetzt ist maike hank mit bildern zurück. so geht das. wobei, diese retro-mobile-lookalike-bilders aus dem iphone lutschen sich auch schnell ab. ungefähr nach einer ringbahnrunde. (via)
akopalüze sonntag
am sonntag wird alles vorbei sein, das beweist in unglaublich langen und nervigen fünfzehn minuten dieses video: [Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt.] (via steffen) vielen dank also für eure kommentare und fürs klicken und für den fisch. war schön mit euch, aber irgendwann reichts auch.
dieses berlin…. neeee!
egal wie lange du schon in berlin wohnst, es überrascht dich immer wieder. und auch wenn sich dein alltag dem deiner eltern mehr als angenähert hat, es passiert immer und immerwieder und immerimmerwieder, dass berlin dich überrascht, dieses dreckige, fauchige moloch, sündenbabel, überall dreck, schmutz und verdorbene gedanken, zu laute musik und kaputte menschen. unzeitgemäßes [...]
anleitung zum korrekten gentrifizieren
zum thema gentrifizierung hatten wir ja schon ein paar artikel hier. also nicht neues für den aufmerksamen leser. heute wollen wir uns aber nicht mit den folgen und auswirkungen beschäftigen, sondern dem neu-berliner und neu-reichen und zugezogenem schwaben eine kleine starthilfe mitgeben. dass er nicht bei null anfangen muss mit der aufwertung. vor allem im wedding, dem neuen lieblingsprojekt der gentrificateure.
alles fing ganz harmlos an letzte woche. s. fragte an, ob wir ihm nicht helfen könnten beim ausmisten seines neuen wohnraums. oben, im afrikanischen viertel. nur ein paar schränke müssten raus. klar, warum denn nicht, man hilft ja wo man kann.
Geschichten aus einer viel zu großen Stadt pt. 20
so siehts da jetzt aus auf dem ehemaligen alten zentralvieh- und schlachthof an der s-bahn storkower straße – da haben sich die townhäusler richtig ausgetobt und uniforme blocks hingesetzt, die ganz schön nach 60er-jahre retro-future aussehen. amerikanisches suburbania, ihr wisst schon.
dabei sah es bis vor ein paar jahren noch ganz anders aus, alte baracken und allerlei verlassenes standen rum und erzählten von einer anderen zeit. erzählten ein stück industriegeschichte. heute muss man bei döblin nachlesen oder dieses kleine video schauen:
Literatur-Geschichte von Nebenan
Der Tagesspiegel erklärt die Geschichte hinter Hans Falladas Roman “Jeder stirbt für sich allein”. Das ist ganz schön spannend, weil Fallada die Geschichte einer realen Familie erzählt – von den Hampels in der Amsterdamer Straße 10 im Wedding. Widerstand in der Nazizeit, nicht von der Generalität, sondern ganz einfachen Menschen, die unter dem Einsatz ihres Lebens selbst geschriebene Postkarten verteilen in den Hausfluren des Weddings:
“Es ist dringend notwendig, dass vernünftige Deutsche (!) sich endlich einreihen im Kampfe gegen die kriegsschuldige Hitler Regierung Bande!”
Mittelpromenade
sonntag morgen um halb sechs im wedding, es wird langsam hell, vögel zwitschern, autos fahren die müllerstraße hoch und die seestraße runter. die straßenbahnen lassen auf sich warten. wie stählerne, leuchtend gelbe königinnen gleiten sie majestätisch über die schienen.
der imbiss zur mittelpromenade1 hat schon geschlossen, nur der kiosk daneben hat schon auf. davor ein mittdreißiger mit großem hund. und seine junge und aufgetakelte freundin. die soll das hundeführen erlernen, stellt sich aber nicht sehr geschickt an, unser mittdreißiger wird ungeduldig, schreit sie an. nuckelt an seiner bierflasche und kann sich kaum noch grade auf den beinen halten.
Bloggeburtstag! Spaziergang durch den Soldiner Kiez (2006)
Zum Jubiläum ein ganz besonders Geschenk an die werte Leserschaft: Bisher unveröffentlichte Bilder einer Kiezwanderung an einem sonnigen Tag im Dezember 2006. Mit ganz vielen (Eck-)Kneipen und Läden, die es gar nicht mehr gibt. So manches sieht fünf Jahre später ganz anders aus und in fünf Jahren wird es da auch wieder anders aussehen. Dann [...]
gesucht: die geschichte zum bild (2)
dass ein kind hier sein grundnahrungsmittel verloren hat, erscheint unsinnig und unrealistisch. dass jemand spontan ob des hohen zuckeranteils des eisesseseses in schockstarre verfiel und abtransportiert werden musste, erscheint da schon realistischer… doch was ist wirklich passiert?
neue bilder aus dem wedding
ein paar neue bilder, unter anderem mit dem heimatmuseum, immer mal wieder einen besuch wert. seitdem die sonne wieder lacht, macht auch das knipsen wieder spaß. soviel sonne war ja lange nicht mehr. soll ja auch bald frühling werden. ich wünsche einen angenehmen start in die woche.
Polizeiberichts-Redaktion außer Rand und Band
Da titelt sie unglaublich: “Phishermen-Freund gefasst – Gesuchter Dieb nebenberuflich als Finanzagent tätig”
Da fällt mir echt nichts mehr ein. Maximal noch diese frühe Photoshop-Arbeit: